Hessenderby in Frankfurt

Für Olivera Nsingui ist die Saison 2017 nach einem Kreuzbandriss leider endgültig beendet.Dezimiert und trotzdem guter Dinge reisen die Marburg Mercenaries am Samstag nach Frankfurt, um sich im "Hessenderby" mit der Samsung Frankfurt Universe zu messen. Dabei sind die gastgebenden"Men in Purple" wie schon im Vorjahr klarer Favorit, was indes nicht darüber hinweg täuschen kann, dass sich im Lager der "Söldner" seitdem einiges zum Positiven gewendet hat. Präsident Carsten Dalkowski sieht hier eine Kettenreaktion bei seiner Mannschaft, die schon in der Vorbereitung auf die Saison mit der Kaderzusammenstellung begann. "Wir haben gute Spieler verpflichtet, vor allem wurde im Bereich des "Recruiting" sehr gute Arbeit geleistet. Daraus erwuchs der Glaube endlich Spiele gewinnen zu können und als die Siege dann tatsächlich kamen, förderte dies wiederum die Stimmung und den Zusammenhalt innerhalb des Teams." An dieser guten Stimmung kann nach Einschätzung von Dalkowski auch das Spiel vom letzten Wochenende in München nichts ändern. "Was wir bei den Cowboys trotz unfassbarer personeller Sorgen kämpferisch abgeliefert haben war aller Ehren wert. Jeder hier im Verein weiß, wie die Niederlage zustandegekommen ist, so dass sich Kritik ganz einfach verbietet."

Die angesprochene personelle Situation im Kader der Mercenaries hat sich zwar wieder ein wenig entspannt, sorgenfrei ist man in diesem Bereich aber bei Weitem nicht. Die aus Sicht der Mercenaries ungerechtfertigte Sperre für Linebacker Cesare Vannucchi, die Verletzung von Defensive End Richard Adjei und auch das Pech von Wide Receiver Olivera Nsingui, der sich nach überstandener Verletzung aus dem Saisonauftakt direkt im ersten Training wieder das Kreuzband riss, schränken die Optionen für das Trainerteam um Head Coach Dale Heffron erheblich ein. Dazu Dalkowski: "Unser Kader hat halt nicht die Tiefe, welche zum Beispiel in Frankfurt herrscht, da können Ausfälle von Schlüsselspielern nicht so einfach kompensiert werden."

In der Tat ist der "Roster" des finanzstarken Clubs aus der hessischen Hauptstadt vorzüglich besetzt. Hinter einer extrem starken Offensive Line, angeführt von den Ex- Mercenaries Nils Hampel (Right Tackle) und Dave Beale (Left Tackle), treibt mit Silas Nacita (Running Back) wiederum ein ehemaliger Mercenary "sein Unwesen". Hinzu kommt, dass mit der Verpflichtung von Jaleel Awini als neuem Quarterback ein zusätzliches, unberechenbares Laufelement entstanden ist. Aber auch auf der Position des Wide Receivers tummeln sich etliche "Playmaker", allen voran David Giron Jansa, der mit spanischem Pass aufläuft und sich durch ein hohes Maß an Konstanz auszeichnet. In der Defense stechen vor allem die Linebacker, namentlich Dustin Illetschko (Österreich) und Sebastian Silva- Gomez, hervor.

Eine große Aufgabe wartet also auf die Mercenaries, wobei alles andere als eine Niederlage als große Überraschung zu werten wäre. Dazu Carsten Dalkowski mit dem Schlusswort: "Die Frankfurter haben Voraussetzugen, die ligaweit ihresgleichen suchen. Insofern ist man dort eher kurzfristig als langfristig zum Erfolg verdammt, was konkret den German Bowl bedeutet. Derzeit fehlt vielleicht noch ein bisschen, wie man an den Niederlagen gegen Hall, Braunschweig und die Berlin Rebels sieht, aber es würde mich doch arg wundern, wenn man diesen Rückstand in der Zukunft nicht auch noch wettmachen kann."

Kick- Off der Partie innerhalb der GFL- Süd ist am Samstag den 29. Juli 2017 um 19 Uhr im Volksbank Stadion in Frankfurt.

Bredendiek - 27.07.2017

Für Olivera Nsingui ist die Saison 2017 nach einem Kreuzbandriss leider endgültig beendet.

Für Olivera Nsingui ist die Saison 2017 nach einem Kreuzbandriss leider endgültig beendet. (© Norbert Schneider)

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