American Football und CTE - die NFL reagiert

Keine Frage: American Football ist eine wunderbare und spannende Sportart, die Millionen von Menschen begeistert. Football ist ein Symbol Amerikas - es steht für Männlichkeit, Ansehen und Wohlstand. In der College Mannschaft Anerkennung zu finden, ist für junge Amerikaner seit langer Zeit ein Traum. Viele junge Männer ermöglichen sich ihr Studium durch Leistungen im Football und ein entsprechendes Stipendium. Die Fans verfolgen die aufregenden Events im Stadion oder per Live Streaming, und neben Casino online spielen sind Sportwetten per Internet weltweit sehr beliebt.

Doch dieser Sport ist leider nicht ganz ungefährlich. Immer wieder passieren Unfälle durch Zusammenstöße und viele Spieler erleiden schmerzhafte Kopfverletzungen wie Schleudertraumata und Gehirnerschütterungen. Werden diese Verletzungen nicht komplett auskuriert, drohen ernsthafte Spätfolgen.

Spätfolgen nicht auskurierter Verletzungen
Sehr viele frühere Footballer leiden unter einer Veränderung des Hirngewebes, der sogenannten "Chronic Traumatic Encephalopathy (CTE)", so dass schon seit einiger Zeit vermutet wurde, dass es einen Zusammenhang gibt. Das tückische an dieser Krankheit ist, dass sie erst nach dem Tod eines Patienten per Autopsie festgestellt werden kann. Lange Zeit wollte niemand wahrhaben, dass dieser tolle Sport gefährliche Folgen haben kann. Doch ein Mediziner entdeckte die Häufigkeit der Erkrankung besonders bei Football Spielern und veröffentlichte seine Ergebnisse, was den Druck auf die NFL erhöhte.
Außerdem gab es in den letzten Jahren wiederholt Fälle von Suizid: der Ex-Footballer Junior Seau litt unter den Folgen eines Hirntraumas und könnte mit seiner Krankheit nicht mehr umgehen - er beging mit nur 43 Jahren Selbstmord.
Und auch ein anderer berühmter Spieler, Dave Duerson, nahm sich das Leben. Er schoss sich eine Kugel ins Herz und schickte vorher eine SMS - er bat um eine Untersuchung seines Kopfes auf CTE. Und tatsächlich hatte auch er an dieser Krankheit gelitten.
Es wird geschätzt, dass es inzwischen circa 6.000 frühere Spieler gibt, die aufgrund ihrer Hirnverletzungen an Demenz erkranken könnten.

Die NFL reagiert

Betroffene oder deren Hinterbliebene erhoben Klage gegen die National Football League, und diese zahlte mehr als eine Milliarde Dollar an ehemalige Spieler oder die Familien ausgezahlt. Damit machte die NFL einen Schritt nach vorn und vermeidet weitere Anklagen, denn es gab den Vorwurf, die NFL würde den Zusammenhang verstecken wollen. Im Frühjahr 2016 wurde erstmal öffentlich bestätigt, dass CTE durch Unfälle beim Football begünstigt wird. Eine wissenschaftliche Untersuchung hatte ergeben, dass 90 von 94 verstorbenen Footballspielern die Krankheit hatten. 20.000 meist bereits nicht mehr aktive Football Spieler beziehungsweise deren Familien hatten Klage erhoben.
Kevin Turner, ein Spieler der Philadelphia Eagles war der Hauptkläger, der die Urteilsverkündung nicht mehr miterlebte. Mit nur 46 Jahren starb er im letzten Jahr an ALS, einer Nervenstörung. Erst nach seinem Tod wurde bei der Autopsie festgestellt, dass auch er an CTE litt.

Die Veröffentlichungen über die möglichen Spätfolgen des Sports ist natürlich eine sehr schlechte Publicity für den Football und die NFL. Nun spendete die Liga 30 Millionen Dollar für die Erforschung der Krankheit CTE.

Und die Trainingsbedingungen ändern sich, Football Trainer werden besser geschult, und von nun an soll sichergestellt werden, dass ein Spieler eine eventuelle Gehirnerschütterung komplett auskuriert, bevor er wieder aufs Spielfeld geht.

So werden in Zukunft hoffentlich schlimme Kopfverletzungen mit schrecklichen Spätfolgen vermieden, so dass die Spieler und Fans ihre Sportart mit ungetrübter Freude genießen können.

04.07.2017

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