Pirates im Finale

Die Argovia Pirates und die Thun Tigers kämpften erbittert um den Finaleinzug.Zum letzten Spieltag der regulären Saison reisten die Thun Tigers nach Buchs zu den Argovia Pirates. Für die Aktiven ging es um alles oder nichts, denn durch einen Sieg konnten sich beide Teams den zweiten Rang sichern und somit ins Finale in der NLB einziehen. Entsprechend angespannt war die Stimmung vor dem Kickoff. Letztlich setzten sich die Pirates mit 35:28 durch und beraubten die Thuner um ihr eigentich fest eingeplantes Finalticket. Dieses haben nun mehr als überraschend die Aufsteiger aus dem Aargau erreicht.

Gegner werden im Endspiel der Nationaliga B dort am 25. Juni die Luzern Lions sein. Diese haben den Titel und damit verbunden das Recht um den Aufstieg in die Nationaliga A zu spielen als festes Saisonziel im Auge. Doch Vorsicht, Luzern hat alle Spiele gewonnen, nur gegen Argovia verlor man auswärts mit 30:33 und auch zu Hause gelang nur ein 24:24-Unentschieden. In dieser Saison scheint auf jeden Fall alles möglich, wie auch Pirates- Präsident Viktor Gegeckas befand: "Diese Saison ist der Wahnsinn, wer hätte sowas je gedacht. Geniessen wir den Moment."

Die Tigers gewannen den Coin-Toss und ließen wie üblich dem Gegner das erste Angriffsrecht. Aus diesem ersten Ballbesitz konnten die Gastgeber keinen Profit schlagen und mussten das Feld ohne First-Down zu erzielen wieder verlassen. Der Tigers-Offense erging es jedoch nicht besser, denn auch sie gaben den Ball postwenden wieder mittels Punt an die Pirates ab. Das Rösschenspiel wiederholte sich ein weiteres Mal. Weder die Aargauer noch die Thuner konnten den Ball bewegen, bis die Pirates nach einem geblockten Punt mit guter Feldposition erneut in Ballbesitzt kamen. Dadurch schien sich der Knoten in der Offense gelöst zu haben und schließlich war es Quarterback Claudio Ferrari selbst, welcher für Gastgeber die ersten Punkte erzielte (AP 07:00 TT; PAT good).

Doch auch den Tigers lief es nun besser und so fand schließlich QB #7 Nicolas Leibundgut den freistehenden WR #87 Adrian Jüsy, welcher den Ball in der Endzone fangen konnte (AP 07:07 TT; PAT good). Nachdem in anschließenden Drive der Pirates die Thuner Defense einen Fumbel provozieren und selbst wieder sichern konnte, kamen die Tigers erneut mit guter Feldposition in Angriffsrecht. Nach dem ersten Seitenwechsel konnte Tigers RB #20 Mikel Brabec dank der sehr guten Blocking-Arbeit seiner Kollegen von der O-Line die nächsten Punkte für die Tigers erzielen (AP 07:14 TT; PAT good). Nach einem weiteren Stopp der Thuner Defense hätte die eigene Offense die Möglichkeit gehabt, die Führung weiter auszubauen.

Doch die Konzentration hatte wieder nachgelassen so dass der Ball wiederum ohne Raumgewinn erzielt zu haben, gepuntet werden musste. Doch auch die Pirates sahen sich nach einem Tackle for loss durch LB #44 Johannes Brunner gezwungen, den Ball zu punten. Nach einem weiteren gescheiterten Drive der Tigers kamen die Pirates in der Spielfeldmitte erneut in Ballbesitzt. Mit einigen erfolgreichen Pässen überbrückten sie die Thuner Platzhälfte und schlossen den Drive mit einem weiteren TD-Pass ab (AP 14:14 TT; PAT good). Die Tigers wollten nun zu viel und prompt gelang der Defense der Pirates eine Interception, welche auch noch bis in die Red Zone der Thuner zurückgetragen werden konnte. Wieder war es der QB Claudio Ferrari selbst, welcher die nötigen Yard zum Touchdown zurücklegte und seine Mannschaft erneut in Führung brachte (AP 20:14 TT; PAT no good). Mit wenigen Sekunden auf der Uhr versuchten die Tigers noch vor der Pause auszugleichen, dieses Unterfangen misslang allerdings.

In der zweiten Halbzeit hatten die Tigers zuerst das Angriffsrecht. Nach einem extrem harzigen Drive mit drei ausgespielten vierten Versuchen war es erneut RB #20 Mikel Brabec, welcher durch einen Run die nächsten Punkte für die Tigers erzielte (AP 20:21 TT; PAT good). Nach jeweils einem erfolglosen Angriffsversuch der beiden Teams war es erneut der starke Quarterback der Gastgeber, welcher den Ball über das halbe Feld in die Tigers Endzone trug und so seine Mannschaft wieder in Führung brachte (AP 27:21 TT; PAT good). Der anschließende Drive der Tigers wurde durch einen wahrlichen Flaggen-Regen ertränkt und die Thuner sahen sich nach dem letzten Seitenwechsel gezwungen, den Ball erneut zu punten. Die Pirates kamen auf der gegnerischen 35 Yard-Linie erneut in Ballbesitz und hätten nun mit einem weiteren Touchdown eine möglicherweise bereits entscheidende Führung erzielen können.

Doch der Aargauer QB verwechselte für einmal einen Thuner Spieler mit seinem Mitspieler und warf den Pass direkt in die Hände von LB #43 Niklaus Rhyner, welcher nach der Interception den Ball noch einige Yards zurücktragen konnte. Die eigene Offense vermochte daraus allerdings keinen Profit zu schlagen denn bereits beim zweiten Versuch konnten die Pirates einen Fumble sichern und so erneut das Angriffsrecht für sich beanspruchen. Nach einem spektakulären Sack von LB #33 Jonathan Jeitziner in der Red Zone, sahen sich die Pirates gezwungen, ein Field Goal zu versuchen. Es blieb allerdings beim Versuch denn der Thuner Defense gelang es den Ball zu blocken und so kamen die Tigers wieder in Ballbesitz. Nach zwei schönen Runs von Backup FB und Offensive Coordinator #34 Ruedi Bohren konnte TE #90 Marco Hofer einen Pass seines Quarterbacks in der Red Zone fangen.

Der Drive fand seinen Abschluss in den Händen von WR #5 Angelo Valentino, welcher völlig freistehend einen Pass in der Endzone fangen konnte und so sein Team erneut in Führung brachte (AP 27:28 TT; PAT good). Nur wenig später gelang allerdings Pirates QB Claudio Ferrari bereits sein vierter Touchdown, wodurch die Gastgeber wiederum in Führung gingen (AP 35:28 TT; 2-Point good). Die Defense der Aargauer verteidigte nun sehr gut, so dass die Offense der Tigers nach erfolglosen vier Versuchen das Angriffsrecht wieder abgeben musste. Die Pirates konnten nun mit einigen Laufspielzügen die verbleibenden Sekunden kontrolliert herunterlaufen lassen und so den Sieg in trockene Tücher bringen.

Wittig - 18.06.2017

Die Argovia Pirates und die Thun Tigers kämpften erbittert um den Finaleinzug.

Die Argovia Pirates und die Thun Tigers kämpften erbittert um den Finaleinzug. (© AP/Roman Schläpfer)

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