Crusaders setzen Höhenflug weiter fort

WR Michael Stadler #84 setzt sich in Bedrängnis durch und fängt den BallIn einem sehr spannenden Spiel setzen sich die Burghausen Crusaders gegen den Aufsteiger Würzburg Panthers knapp, aber nicht unverdient, mit 21:14 durch.

"Die Defense hat fantastisch gespielt", macht Head Coach Scott Doherty als Schlüssel zum Sieg aus. Und tatsächlich spielte sich die Burghauser Verteidigung in der ersten Halbzeit in einen wahren Rausch. So kam die Offense immer in guter Feldposition in Ballbesitz. Mitte des ersten Viertels sorgte ein Pass von Doherty auf Johannes Felber für die verdiente Führung für die Hausherren. Im zweiten Viertel brachte die Crusaders Verteidigung die Angriffsbemühungen des Aufsteigers völlig zum Erliegen. Zwei abgefangene Bälle (Interceptions) durch Petr Florian und Simon Billinger verwandelte die Offense umgehend in weitere Punkte. Durch Läufe von Scott Doherty und Sebastian Miller bauten die Kreuzritter die Führung auf 21:0 aus. Kurz vor der Halbzeit verpassten die Salzachstädter es den Sack zuzumachen und das Ergebnis noch deutlicher zu gestalten. Dennoch sahen die Crusaders nach der ersten furiosen Hälfte wie die sicheren Sieger aus.

Doch im Football spricht man gerne vom ominösen "Momentum" - dem Punkt an dem ein Spiel komplett kippt. Als ein solches Phänomen muss die Aktion Mitte des dritten Viertels gesehen werden, als dem Burghauser Ballträger kurz vor der gegnerischen Endzone in einem Gedränge der Ball entrissen und von den Würzburgern zu einem Touchdown zurückgetragen wurde. Die Diskussion, ob die Vorwärtsbewegung des Balls nicht schon lange gestoppt war und der Spielzug abgepfiffen hätte werden müssen, half nichts. Auch wenn der anschließende Extrapunkt von Burghausen geblockt wurde, so hatten die Panthers nun spürbar Aufwind. Beim Stand von 21:6 verpasste es die Offense mehrfach die Führung wieder auszubauen. Zunächst konnte man ein Field Goal nicht verwandeln und anschließend einen erneuten Fumble von Würzburg nicht in Zählbares umwandeln. So blieb es auch im Schlußviertel spannend, denn die Würzburger legten nochmal alles in die Waagschale und konnten mit einem Touchdown und einer 2-Point Conversion auf 21:14 rankommen.

Auch wenn bei der Burghauser Offense nun deutlich Sand im Getriebe war, konnte man im anschließenden Drive viel Zeit von der Uhr nehmen. Dennoch kam Würzburg mit weniger als zwei Minuten Spielzeit nochmal in Ballbesitz. Nun musste die Defense die Nerven behalten. Angefeuert von den Zuschauern im Sportpark brachten sie die Angriffsserie der Gäste schließlich 25 Yards vor der eigenen Endzone zum Stehen.

Damit fahren die Burghauser im fünften Spiel den dritten Sieg ein und bleiben weiterhin auf Platz 3 in der Regionalliga Süd. "Wir haben stark angefangen, aber in der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Fehler im Angriff gemacht. Letztendlich war es ein sehr wichtiger Sieg", zeigt sich Coach Doherty mit dem Ergebnis zufrieden. "Wir waren heute physisch sehr präsent", machte Spielertrainer Andreas Englbrecht als Grund für die deutliche Leistungssteigerung der Verteidigung gegenüber den ersten vier Spielen aus. "Diese Form gepaart mit der nötigen Bissigkeit in den entscheidenden Momenten wollen wir ins Hinrunden-Finale gegen Neu-Ulm mitnehmen", ergänzt Englbrecht.

Die Spartans sind am kommenden Samstag zu Gast im Sportpark St. Johann. Die Schwaben belegen aktuell den vierten Rang. Ab 16 Uhr erwartet die Zuschauer beim TV1868 Burghausen ein spannender Kampf um Platz 3. Anschließend verabschieden sich die Kreuzritter in eine dreiwöchige Spielpause.

Gohlke - 30.05.2017

WR Michael Stadler #84 setzt sich in Bedrängnis durch und fängt den Ball

WR Michael Stadler #84 setzt sich in Bedrängnis durch und fängt den Ball (© Burghausen Crusaders/Janine Kübler)

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