Rebels mit besserem Ende

QB James Harris (Berlin Rebels) läuft zum Touchdown Die Berlin Rebels gewinnen ihr zweites GFL-Heimspiel in dieser Saison gegen die Cologne Crocodiles mit 14:6.

Viel Mühe hatte der letztjährige Playoffteilnehmer mit dem Aufsteiger aus der Domstadt. Dieser konnte die Partie im Berliner Mommsenstadion bis in den Schlussabschnitt offen gestalten. Beide Verteidigungsreihen zeigten sich sehr gut auf den Gegner eingestellt und ließen lange nicht übermäßig viel zu. Während man das von den Rebels in der Zwischenzeit gewohnt ist, überraschte der Auftritt der Crocos. Diese versäumten es aber die Fehler der Gastgeber mit vielen Gegenpunkten zu bestrafen. Am Ende siegte dann die größere Erfahrung der Charlottenburger und neben Können war auch ein wenig Glück dabei.

Keine Punkte gab es im ersten Spielabschnitt zu sehen. Nach zwei Punts beendete Rebels Defensive Back Gino Chongo an der eigenen 38-Yard-Linie mit seiner Interception den ersten verheißungsvollen Drive der Gäste. Wide Receiver Nicolai Schumann fing anschließend einen 18-Yard-Pass und Running Back Chris Smith trug den Ball bis an die gegnerische 15-Yard-Linie. Der nachfolgende Field-Goal-Versuch wurde geblockt. So nahe sollten die Rebels der grün-gelben Endzone für lange Zeit dann nicht mehr kommen.

Erfolgreicher war der Kicker auf der Gegenseite. Die beiden Field-Goal-Versuche von Florian Mentges endeten zwischen den Stangen und die Gäste führten zur Halbzeit mit 6:0. Das zweite Viertel war aber nicht arm an weiteren Höhepunkten. Jamaal White returnierte im Anschluss an das erste Kölner Field Goal für 30 Yards und der wiedererstarkte Larry McCoy brachte den Ball bis kurz vor die Red Zone der Crocos. An dieser Stelle war aber Endstation. Drei vergebliche Versuche und ein 48-Yard-Field-Goal, welches wegen eines Personal Fouls von Nicolai Schumann nicht gegeben wurde, ließen die Charlottenburger wieder leer ausgehen. Im Gegenzug arbeiteten sich die Westdeutschen bis tief in die Hälfte der Rebellen vor, die das mit einer Passbehinderung und einem Personal Foul noch zusätzlich begünstigten. 60 Yards an Strafen kassierten die Gastgeber allein im zweiten Viertel, ein Rückfall in alte Zeiten.

Nach der Pause ging es wie in den ersten zwölf Minuten munter hin und her, zählbares blieb aus. Mit Darius Outlaw auf Wide Receiver gestellt, zeigten die Rebels ihren besten Drive des Tages. Dieser wäre aber auch schon wieder zu Ende gewesen, hätte die Seitenlinie der Hauptstädter nicht mit Auslaufen der Playclock beim vierten Versuch und zwei Yards noch schnell eine Auszeit genommen. Anschließend tankte sich Larry McCoy durch und der Extrapunkt von Phillipp Friis Andersen brachte die Gastgeber in Führung.

Die Gäste hatten im Schlussabschnitt alle Möglichkeiten, das Spiel erneut zu drehen. Vor allem das Laufspiel über Kevin Parks erwies sich als sehr effizient und Pässe von Benjamin Mentges auf Ramon Akhlaghi für 25 Yards brachten erforderliche First Downs. In Field Goalreichweite stoppten die Rebels den Gästeangriff und deren nächster Kick ging rechts vorbei.

Sechs Minuten verblieben noch auf der Uhr. Die Gastgeber mussten diese eigentlich nur runterspielen. Und das taten sie, allerdings nur bis 1:36. WR Alexander Tounkara, RB Chris Smith und WR Dominic Helmboldt sorgten für die notwendigen ersten Versuche und dann machten es die Hausherren unnötig spannend. Statt den Drive in aller Ruhe zu Ende zu spielen, vergrößerten sie sofort ihren Vorsprung mit Touchdownlauf durch QB James Harris und PAT auf 14:6 und ermöglichten den verdutzten Kölnern somit sogar noch ein Remis. Deren Quarterback nahm den Ball selbst in die Hand und erzielte drei First Downs am Stück, Kevin Parks brachte den Ball sogar bis an die Rebels 12. DB Maximilian Bessedine verhinderte mit seiner Interception endgültig den leistungsgerechten Punktgewinn des Liganeulings.

Thomas Sellmann - 21.05.2017

QB James Harris (Berlin Rebels) läuft zum Touchdown

QB James Harris (Berlin Rebels) läuft zum Touchdown (© Dirk Pohl)

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