Silver Arrows starten souverän und enden verhalten

Manuel Lehniger springt elegant über 2 am Boden liegende Verteidiger.Mit einem ungefährdeten 21:3 Sieg über die Ostalb Highlanders konnten die Stuttgart Silver Arrows ihr Heimspiel in der Oberliga Baden-Württemberg souverän gewinnen. Dem furiosen Beginn folgte eine glanzlose zweite Halbzeit, denn der Endstand war schon zum Pausenpfiff erreicht. Mit der parallelen Niederlage der Tübingen Red Knights gegen die Biberach Beavers, schieben sich die Arrows nun auf den zweiten Tabellenplatz und treffen am kommenden Samstag, 20. Mai, zum 20 jährigen Jubiläum auf eben jene Red Knights. Höhepunkt des Flutlichtspiel wird das anschließende Feuerwerk sein.

"Die zweite Halbzeit war indiskutabel", echauffiert sich Head Coach Jürgen Doh über die Leistung seiner Offense in der zweiten Spielhälfte. Während die Defense die Eisen aus dem Feuer holte und Ostalb trotz teilweise bester Feldposition bei lediglich einem Field Goal hielt. Natürlich nimmt sich Doh selbst auch nicht aus der Kritik. "Ein paar Plays hätte man besser callen können, aber es haperte auch bei der Ausführung, denn wenn wir ein Yard vor der Endzone stehen und nicht reinkommen, liegt es auch ein wenig am Wollen. Vielleicht waren wir da mit 21:3 Führung im Rücken etwas zu lax. Das Spiel hätte locker noch 2 Scores vertragen."

Dabei startete das Spiel vielversprechend. Zumindest nach ersten Anlaufschwierigkeiten. Die Defense musste sich erst auf Ostalb einstellen, aber Defensiv Coordinator Nick Daubitzer brauchte dafür nicht mal einen Drive. So konnten die Arrows die Gäste von der Alb nach zwei First Downs stoppen und zum Punt zwingen. Den täuschten die Highlanders aber nur an und der Ballträger nahm die Beine in die Hand und sprintete Richtung First Down. Kurz vor der Markierung wurde er jedoch von Stefan Muffler gestoppt. Mit dem Ballbesitz konnten die Arrows aber noch nichts anfangen und gaben das Angriffsrecht per Punt direkt wieder zurück. Dieser war jedoch so gut, dass Ostalb an der eigenen vier Yard Linie starten musste.

Aus dieser prekären Situation konnten sich die Gäste zwar befreien, leisteten sich aber kurz danach den ersten Fehler, als Tobias Böhm geschickt in die Passroute der Gäste sprang und den Ball abfangen konnte. Den Ballbesitz verwerteten die Arrows dann problemlos. Erst machte Manuel Lehniger Boden gut und dann fand Michael Dierberger seinen Receiver Jan Halbermann über fünf Yards in der Endzone (alle PATs durch Stefan Muffler) zum 7:0. Kurz vor dem ersten Seitenwechsel zwang die Verteidigung der Silberpfeile die Gäste erneut zum Punt und setzte das Puntteam so unter Druck, dass der Punt etwas zu kurz geriet und die Stuttgarter von der Feldmitte starten konnten. Hier dauerte es nur ein paar Plays, bis Dierberger dieses mal Maximilian Hüther über 30 Yards zum 14:0 fand.

Und gleich im nächsten Drive pflückte Luis Turian einen Pass des gegnerischen Quarterbacks aus der Luft und trug ihn über 35 Yards zum viel umjubelten 21:0 in die gegnerische Endzone. Doch damit schien die Luft raus zu sein bei den Arrows. Erst fumbelte Lehniger den Ball beim Puntreturn, was die Hochländer zum Field Goal aus 33 Yards zum 21:3 nutzten, dann fand Dierberger einen gegnerischen Spieler als Abnehmer seines Passes, so dass es beim 21:3 zur Halbzeit blieb. Diese half aber keinem der beiden Teams so richtig. Den Highlanders fehlte weiterhin eine Idee gegen die gute Verteidigung der Arrows und die Silberpfeile ließen ein wenig an Konzentration vermissen.

In einem letzten schönen Drive prügelten die Arrows bei einsetzendem Regen mit ihrem Laufspiel die Ostälbler regelrecht über den Platz und standen im vierten Versuch schließlich an der 1,5 Yard-Linie und versuchten dort, den Ball mit Dierberger über die Linie zu drücken, scheiterten aber an der standfesten Defense der Hochländer. "Wenn man dazu noch den fallengelassenen Pass zählt, der uns weit in die Hälfte der Highlanders gebracht hätte, waren das zwei gute Chancen, die wir einfach haben verpuffen lassen", fasst Doh seinen Unmut zusammen.

Solche Schwächen und Schwächephasen dürfen sich die Silver Arrows am kommenden Samstag gegen die Tübingen Red Knights nicht erlauben. "Und ein weiteres 46:0, wie im vorletzten Jahr beim letzten Flutlichtspiel mit Feuerwerk auch nicht erwarten", macht Daubitzer deutlich. "Tübingen hat sich bisher stark und schlagkräftig gezeigt und die werden eine harte Nuss sein, die wir zu knacken haben." Seine Defense muss dazu ihren Beitrag leisten, gelten die Tübinger doch als extrem laufstarkes Team. Und auf der anderen Seite muss die Offense hochkonzentriert und fehlerfrei arbeiten, denn Tübingen hat auch eine gute Defense. "Aber wenn wir Meister werden wollen, müssen wir Tübingen am Samstag schlagen.

Bereits um 14 Uhr starten am 20. Mai im Stadion Festwiese die Flag-Kids mit dem Heimturnier gegen die Teams der Pforzheim Wilddogs und Tübingen Red Knights. Das Turnier endet wahrscheinlich gegen 17.30 Uhr und um 19 Uhr erfolgt der Kickoff zum Spiel der beiden Oberliga Mannschaften. Als besonderes Happening an diesem Tag gibt es nicht nur ein Feuerwerk, sondern neben Hüpfburg und American Food auch eine Bar, an der Cocktails (mit und ohne Alkohol) frisch zubereitet werden. "Wir hoffen natürlich auf zahlreiche Gäste, die sich von uns und unserem Sport begeistern lassen", erklärt Doh.

Klaus Krauthan - 16.05.2017

Manuel Lehniger springt elegant über 2 am Boden liegende Verteidiger.

Manuel Lehniger springt elegant über 2 am Boden liegende Verteidiger. (© Klaus Krauthan)

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