Jim Harbaugh schließt Lücke

Head Coach Jim Harbaugh (Michigan Wolverines)Wie nachhaltig die Arbeit von Head Coach Jim Harbaugh bei den Michigan Wolverines in den letzten zwei Jahren gewirkt hat, zeigt die Verteilung der Einladungen an Spieler die die Organisation in den letzten Tagen für das kommende Scouting Combine verschickt hat. Genau 14 Michigan Athleten erhielten die begehrten Schreiben und damit hat Harbaugh die Lücke zu Ohio State geschlossen, die letztes Jahr mit der gleichen Anzahl von Einladungen glänzten.

Harbaugh gilt natürlich im College Football als eine Reizfigur, seine Recruiting Methoden sind umstritten, seine Radikalität auch in der FBS Klasse eher ungewöhlich, seine Verbindungen zur Profiliga aber natürlich unbestritten. So schaffte es Harbaugh, einige NFL Coaches nach Ann Arbor zu lotsen, die er schon aus seiner Zeit als Head Coach bei den San Franciso 49ers kannte und nutzt natürlich Verbindungen, die ihm helfen, einige Michigan Spieler bei NFL Coches und Scouts vorzustellen.

Pep Hamilton (Passing Game Coordinator) besitzt so zum Beispiel Erfahrungen als Offensive Coordination in der Profiliga und Michael Johnson trainierte Harbaugh bereits am Ende seiner Spieler Karriere. Johnson soll 2017 den Wolverines als Berater zur Verfügung stehen. Die Defensive Backs Coaches Mike Zordich und Brian Smith teilen wiederum gemeinsame Erfahrungen bei den Philadelphia Eagles.

Harbaugh geht es dabei um zwei Dinge. Zum einen will er in der Big Ten Ohio State und Coach Urban Meyer in seinem Glanz beschränken und seine Universität verstärkt im mittleren Westen zu neuer Attraktivität bei den jungen High School Absolventen führen. So wirkte er kräftig die Werbetrommel, als es darum ging, die Renovierung einer Trainingshalle zum Gewichtsheben zu finanzieren und für das 21 Millionen US-Dollar Projekt private Spender und Geldgeber zu finden. Die Einladungen von 14 Spielern nach Indianapolis in das Lucas Oil Stadium sind ein weiterer Meilenstein, auf dem Weg, Michigan zu neuer Größe zu verhelfen. Und natürlich will Harbaugh durch das Erreichen der Zwischenziele mit Michigan zunächst die Big Ten Championship gewinnen und danach in die College Football Playoffs einziehen, um die Wolverines aus dem Schatten von Ohio State zu befreien. Eine der größten Rivalitäten im College Football wurde damit zur Freude aller Fans revitalisiert. Beide Mannschaften treffen seit 1953 stets in ihrem letzten Match der regulären Saison aufeinander 22-mal wurde bisher die Big Ten während dieser Paarung entschieden. Bisher trafen beide Teams in 113 Spielen aufeinander, von denen Michigan 58 gewinnen konnte. 48-mal gewann Ohio State und es kam bisher zu sechs Unentschieden.

Grundlage dieser alten Rivalität bildete der so genannte "Toledo War" aus dem Jahr 1835, der auch als Michigan-Ohio-Krieg in die US Geschichte einging. Es ging um Grenzstreitigkeiten eines 1210 Quadratkilometer großen Landstreifens zwischen den beiden Bundesstaaten und es wurden sogar in der Nähe des Ortes Toledo am Maumee River von beiden Seiten Paramilitärische Einheiten aufgestellt, um die Souveränität des jeweiligen Bundesstaates durchzusetzen. Größere Konflikte wurden allerdings vermieden. Die Geschichtsschreibung kennt nur einige Schüsse, die in die Luft zur Abschreckung gefeuert wurden. Eine echte "Schlacht" oder ein Scharmützel hat es niemals gegeben. Schließlich griff der US Kongress ein und vereinbarte einen Landtausch zwischen den Kontrahenten. Der Toledo Streifen wurden Ohio zugesprochen und erhielt drei Viertel des "Upper Peninsula" Gebietes. Eine Volksabstimmung in Michigan widersprach zwar diesem Kompromiss, als jedoch kurze Zeit später dort reichhaltige Eisen- und Kupfer Vorkommen gefunden wurden, änderte sich die Meinung des Volkes sehr schnell wieder.

Diese Rivalität wurde erstmals 1897 auf dem Footballfeld weiter fortgesetzt und fand viele Höhepunkte. Dazu gehörte natürlich auch der "Ten Year War" in den Jahren zwischen Woody Hayes und Bo Schembechler in den Jahren 1969 – 1978. Wayne Woodrow Woody Hayes war zu seinen Lebzeiten ein echter Draufgänger. Während seiner 28-jährigen Karriere (1951 bis 1978) als Head Coach in Columbus eroberte er für die Buckeyes fünf nationale Meisterschaften und 13 Big Ten Conference Championships. Er war ein besonderer Anhänger der Rivalität mit Michigan und als sein ehemaliger Assistent Coach Bo Schembechler Head Coach bei den Wolverines wurde, motivierte es ihn besonders, den "Ten Year War" zu eröffnen. Die Dominanz der Wolverines und der Buckeyes in der Big Ten war seinerzeit so ausgeprägt, dass Außenstehende schon von einer "Big Two – Conference" sprachen.

2015 betrat nun Jim Harbaugh in Ann Arbor die Bühne und beide Teams gehörten im AP Ranking zu den zehn besten College Teams. Ohio State scorte schließlich im dritten und vierten Viertel während seiner vier Angriffsssequenzen und gewann die Partie mit 42:13. 2016 kickte Ohio State ein Field Goal in der letzten Spielsekunde und erzwangen die Overtime. Die Buckeyes behielten in der zweiten Nachspielzeit die Nerven und schlugen Michigan erneut, diesmal aber sehr knapp mit 30:27. Es spricht also viel dafür, dass auch 2017 beide Head Coaches für viel Wirbel sorgen werden und am 25. November im Michigan Stadium zum 114. Match die Massen begeistern werden.

Schlüter - 18.02.2017

Head Coach Jim Harbaugh (Michigan Wolverines)

Head Coach Jim Harbaugh (Michigan Wolverines) (© Getty Images)

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