Nichts für schwache Nerven

Volles Haus auf der Suhrenmatte in Buchs beim Finalspiel der Nationalliga C Argovia Pirates gegen Lugano Rebels.Von der ersten Sekunde an ging es beim Finale der Nationalliga C zwischen den Argovia Pirates und den Lugano Rebels um jeden Inch Raumgewinn. Die Gastgeber legten dabei einen denkbar unglücklichen Start hin und mussten bereits früh einen Fumble verkraften. Doch die Gäste konnten ihr Angriffsrecht nicht nutzen. Ganz im Gegenteil, ein Field Goal brachten den Aargauern die 3:0-Führung im ersten Viertel.

Auch im zweiten Quarter schafften es die Gäste bis in die Red Zone der Pirates - doch wieder ohne zählbaren Erfolg. Und es kam sogar noch besser. Einer der wenigen erfolgreichen Pässe brachte die Aargauer bis an die 1-Yard-Linie. Die starke Vorarbeit vollendete Quarterback Claudio Ferrari mit dem einzigen Touchdown der Partie zum zwischenzeitlichen 9:0.

Direkt nach der Halbzeit brachten sich denn die Luganesi mit einem Kickoff-Return in eine gute Position. Zu einem Touchdown reichte es aber erneut nicht, doch mit einem Field Goal können die Gäste auf 3:9 verkürzen. Und beinahe wäre der Vorsprung der Pirates nach einem Lauf der Rebels über das ganze Feld noch kleiner geworden, doch der Touchdown zählte nicht, weil zuvor eine gelbe Flagge auf dem Rasen gelandet war. Zu weiteren zwei Punkten kommen die Rebels im dritten Abschnitt aber doch noch – dank einem Safety, der den Rückstand auf nur noch vier Punkte verkürzt.

Und die Aufholjagd geht auch nach dem letzten Seitenwechsel weiter. Nach einem Field Goal liegen die Gäste nur noch mit 8:9 zurück. Die Pirates sind n un mehr oder wniger vollkommen von der Rolle. Die Luganesi können die Gastgeber erneut stoppen und kommen nach einer weiteren Strafe gegen die Aargauer so nahe an die Endzone, dass ein drittes (und wohl entscheidendes) Field Goal beinahe Pflicht ist.

Der Versuch sitzt und die Tessiner liegen gut eine Minute vor dem Ende vorn – zumindest dem Anschein nach, bis die Schiedsrichter die Aktion wegen eines Fehlstarts wiederholen lassen. Der ersten Strafe folgt eine zweite und im Eifer des Gefechts eine dritte wegen Reklamierens. Die Pirates eroberten dann das Ei, konnten die Zeit herunterlaufen lassen, und damit den Mini-Vorsprung ins Ziel retten.

Nun geht es für die Aargauer in der Relegation zur Nationalliga B gegen die Fribourg Cardinals.

Wittig - 30.06.2016

Volles Haus auf der Suhrenmatte in Buchs beim Finalspiel der Nationalliga C Argovia Pirates gegen Lugano Rebels.

Volles Haus auf der Suhrenmatte in Buchs beim Finalspiel der Nationalliga C Argovia Pirates gegen Lugano Rebels. (© AP/Vanessa Soland)

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