Wolfpack schlagen Giants

Moönchengladbach hat Dortmund knapp geschlagenDas Mönchengladbach Wolfpack ist nun nach drei Spieltagen als einziges Team noch ungschlagen, nachdem sie sich in der Begegnung gegn die Dortmund Giants letztendlich mit 7:0 durchsetzen konnten. Erst in den letzten beiden Spielminuten gelang den Hausherren vor rund 300 Zuschauern in einer von den Defensive-Reihen geprägten Partie der entscheidende Score. Und so gehen die Gastgeber nun mit breiter Brust in die Vorbereitung auf das Derby in zwei Wochen in Willich gegen die Schiefbahn Riders. Diese sind bisher noch ohne Punkteerfolg, aber die Mönchengladbacher haben aus der letzten Saison noch eine Rechnung offen.

Sehr emotional hatte das Spiel Tabellenerster gegen -zweiter mit dem Einlauf des Wolfpack im Stadion begonnen, sehr emotional ging es für Zuschauer und Teams mit dem einzigen Touchdown des Tages zu Ende. Gab es anfangs, als die Mönchengladbacher Mannschaft um Head Coach David Lux beim obligatorischen Einlauf die drei Trikots der Teamkameraden auf den Platz trugen, die so schwer verletzt fehlten, noch Gänsehaut und den ein oder anderen Kloß im Hals am Spielfeldrand, waren es knapp zweieinhalb Stunden später Tränen der Freude, die kurz vor Ende der Partie gegen Dortmund einige Mönchengladbacher vor Freude vergossen. Quarterback Mike Schwoll hatte einen 45 Yards-Pass erfolgreich an Wide Receiver Sebastian Radeck anbringen können, der danach die fehlenden 25 Yards in die Endzone der Giants zurücklegen und damit das ganze Stadion jubeln lassen konnte. Den anschließenden PAT verwandelte Niklas Schützendorf sicher, das Wolfsrudel hatte für den späten und einzigen Score des Tages gesorgt.

Zwischen zweifelsohne den beiden Höhepunkten des Tages hatten beide Teams nichts Zählbares auf den Platz bringen können. Zu gut und beständig funktionierten auf beiden Seiten die Defensive-Abteilungen, zu uneffektiv und teils nachlässig agierte hüben wie drüben die jeweilige Offense. Die Dortmunder Gäste, die zwei Field Goal-Chancen nicht nutzen konnten, präsentierten ein überaus passlastiges Spiel, ohne in den entscheidenden Momenten den Ball in die Endzone der Gastgeber zu bekommen. Der Angriff des Wolfpack hingegen mühte sich überwiegend mit Laufspiel um erfolgreichen Raumgewinn, ohne die Giganten letztlich ernsthaft in Gefahr bringen zu können. Dazwischen wechselte der Ballbesitz immer wieder nach meist dem ersten oder zweiten Drive, die Teams schoben sich munter von links nach rechts übers Feld. Und wieder zurück. Gleich ganze Serien von Strafen wegen Frühstart sorgten zusätzlich für ein reges Bewegen der Kette, die es denn auch zweimal zerriss.

Deutliche Vorteile für eine Mannschaft hatte auch David Lux im Spiel nicht ausmachen können: "In dieser Saison scheinen alle Teams leistungsmäßig ganz eng beieinander. Da entscheiden dann Kleinigkeit im Spiel, oder auch mal die Tagesform. Heute sind wir eigentlich nur froh, dass wir den Ausfall gleich einer ganzen Reihe von Spielern haben kompensieren können. Und dass es am Ende gepasst hat natürlich, ja. Aber selbst wenn fast alle wieder mit dabei sein können, wie ich zumindest hoffe für das Spiel in zwei Wochen gegen Schiefbahn, die Liga ist dieses Jahr total ausgeglichen und super spannend für alle."

Ein bisschen stolz zeigt sich Lux am Ende dennoch auf sein Team und die derzeitige Tabellenführung: "Die 5:1 Punkte aus den drei Spielen nimmt uns zumindest keiner mehr. Und die beste Defense der Liga kommt aus Mönchengladbach. Da müssen alle anderen dann erst mal vorbei." Ob Glück oder Können oder ein Mix aus beidem dahintersteckt, den nächsten Auftritt werden die "Seniors" des MG Wolfpack im Lokalderby am 05. Juni bei den Schiefbahn Riders haben.

Tillmann - 27.05.2016

Moönchengladbach hat Dortmund knapp geschlagen

Moönchengladbach hat Dortmund knapp geschlagen (© Wolfpack / J. Wehrmann)

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