Aus der Tigers-Traum

Die meisten Zuschauer waren erwartungsfroh in Thuner Lachenstadion gekommen - doch Genf erwies sich als zu stark.Die Lage vor dem Spiel Thun Tigers gegen Geneva Seahawks war klar - ein Sieg für die Thun Tigers würde weiterhin Spannung für Luzern, Genf und Thun bedeuten, weil somit alle Anwärter für das Liga B Finale gewesen wären. Eine Niederlage bedeutete die zu 99 Prozent sichere Teilnahme am Finale für Genf als Erstplatzierter und Luzern als Zweitplatzierten.

Zwar fehlten bei der wichtigen Partie noch immer einige Schlüsselspieler der Tigers, aber dafür feierten die Thuner auch das Comeback von bisher verletzten Spielern. Mit gemischten Gefühlen und Aussichten blickten die Oberländer also auf ein spannendes Spiel. Einmal mehr hieß es: "Es gibt nichts zu verlieren, jedoch viel zu gewinnen."

Die Seahawks eröffneten das Spiel mit einem Kickoff. Kurze Zeit später erfolgte aber bereits ein Turnover und gleich darauf auch schon ein langer Touchdown-Run vom MVP des französischen Nationalteams und RB der Seahawks. Dies wiederholte sich fast durchgehend über die beiden ersten Quarter hinweg und allmählich machte sich Ernüchterung bei den Oberländern breit. Trotzdem konnte die noch punktereichste Offense der Liga B zwei Touchdowns gegen die Kontrahenten vom Genfersee erzielen. Einmal mit einem Touchdownrun von der Runningmachine #29 Emanuel Hunziker und einem Touchdown-Pass zum "Magic Hands" Receiver #87 Adrian Jüsy. Mit einem Ergebnis von 13:41 endete die erste Halbzeit.

Die zweite Halbzeit sollte gleich zu Beginn wieder ein genialer Moment in der Thun Tigers 2016 Season werden, als QB #7 Nicolas Leibundgut (Onsidekick Completionrate 100 Prozent 2/2) mit einem weiteren Onsidekick das Spiel eröffnet und LB #55 Mike Knutti ihn kurzerhand zurückeroberte. Auch wenn kein Touchdown mehr aus diesem Drive oder allgemein im ganzen Spiel erfolgte, so war genau dies einer der Momente, weswegen diese Jungs auf dem Feld kämpfen. In der restlichen zweiten Halbzeit standen besonders die Verteidigungslinien beider Teams im Spotlight, da von beiden Seiten her eine starke Leistung vollbracht wurde. Beispielsweise stoppten beide Teams kurz vor dem Touchdown die jeweiligen Offenses der Gegner. Ohne den Score zu verändern, spielten beide Teams einfach Football und hatten Spass. Zum Ende blieb der Spielstand exakt beim Gleichen. Diese Niederlage bedeutete höchstwahrscheinlich das Ende des Liga B Final Traumes für Thun.

Wittig - 18.05.2016

Die meisten Zuschauer waren erwartungsfroh in Thuner Lachenstadion gekommen - doch Genf erwies sich als zu stark.

Die meisten Zuschauer waren erwartungsfroh in Thuner Lachenstadion gekommen - doch Genf erwies sich als zu stark. (© TT/Hanspeter Romang)

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