Hauchdünner Sieg und ein Jubiläum

Im Mai 2011 konnte sich #98 DL Salvatore Frisullo sogar in die Scorerliste eintragen.Nach dem knappen Auswärtssieg in Zürich vor Wochenfrist schlagen die Warriors auch das Aufsteigerteam aus Lausanne mit einem hauchdünnen 21:20. Wertvollster Spieler war Davide De Lucia, der alle drei Touchdowns der Warriors erlaufen konnte. Nach Spielende wurde Salvatore Frisullo für sein 250. Spiel im Dress der Warriors geehrt. Kein Spieler aus Winterthur hat mehr Spiele für die Warriors bestritten als Frisullo. Er ist seit der Gründung des Vereins Teil des Teams und hat keine Saison verpasst.

Die Warriors konnten den Coin Toss für sich entscheiden und wählten die Second Half Option. Somit erhielt Lausanne das Angriffsrecht zu Beginn des ersten Viertels. Die Westschweizer nutzten diesen ersten Drive gleich für einen Touchdown. In nur sechs Spielzügen marschierten sie von der eigenen Red Zone bis in die Endzone der Warriors. Dieser erste Touchdown war keineswegs eine Überraschung, denn es war bekannt, dass die Liga-Neulinge über eine sehr effiziente Offense mit einem starken Quarterback verfügen. Aber die Warriors konnten sofort reagieren. Den folgenden Drive konnte Davide De Lucia mit seinem ersten von drei Touchdowns abschliessen. Daraufhin spielte Lausanne mit dem bekannten Tempo weiter. Nach vier Spielzügen standen sie an der Warriors 30-Yardlinie konnten aber auch in vier Versuchen das neue First Down nicht erreichen. Nach dem ersten Seitenwechsel zeigten die Warriors abwechslungsreichen Football mit weiten Pässen und starken Läufen. Aber die vielen individuellen Fehler und Strafen machten den stattlichen Raumgewinn laufend zunichte.

Kurz vor Ende des zweiten Viertels trug Kevin Donahue, der Amerikaner in der Winterthurer Verteidigung, einen Punt Return bis in die Endzone - diese Punkte wurden aber aberkannt, weil ein Verteidiger zuvor den Kicker nach der Ballabgabe zu Fall brachte. Diese unnötige aber berechtigte Strafe brachte Lausanne ein neues First Down und eine hervorragende Feldposition, die danach zu einem weiteren Touchdown der Westschweizer führte. Weiter musste man einen Platzverweis hinnehmen, weil ein Winterthurer den Gegner mit dem Helm tackelte. Rund 90 Sekunden vor der Halbzeit wurde der Lausanner Quarterback Jose Mohler hart getroffen und musste mit einer schweren Fussverletzung hospitalisiert werden. Auch wenn Quarterbacks durch das Regelwerk besonders geschützt werden und nach der Ballabgabe nicht mehr attackiert werden dürfen, sind Tackles nicht zu verhindern. Nach dem Videostudium nach dem Spiel bleibt jedoch die Gewissheit, dass der Ball zwar weg war, der Winterthurer Verteidiger den Angriff aber kaum mehr stoppen konnte - es blieb ihm lediglich eine knappe Zehntelsekunde um seinen Angriff abzubrechen, was offensichtlich nicht gelang. So werteten auch die Schiedsrichter den Angriff nicht als Foul.

Überraschenderweise verdauten die Westschweizer den Ausfall ihres Spielmachers gut. Es waren die Waadtländer, die mit dem ErsatzQuarterback den nächsten Touchdown einleiten konnten. Auf der Uhr waren knapp 20 Sekunden, als die Warriors den nächsten Gegenangriff bis an die gegnerische 27-Yard-Linie starten konnten. Da in diesem Fall der Winterthurer Quarterback vom Gegner hart und zu spät angegriffen wurde, erhielten die Warriors noch einen Versuch - konnten diesen Angriff aber nicht mehr verwandeln. So gingen die beiden Teams mit einem Zwischenstand von 6:14 in die Pause.

Im dritten Viertel bekamen die Warriors den Ball, konnten aber zu Beginn kein First Down erreichen. Lausanne erging es nicht besser und das Angriffsrecht wechselte wieder zu den Warriors die nun noch mehr Druck machen konnten. Genauer gesagt war es wieder De Lucia, der seinen zweiten Touchdown des Spiels erlaufen konnte. Dank einer riskanten 2-Point-Conversion schafften die Warriors den Ausgleich. Die Strafenflut ging dann auch in Durchgang drei und vier weiter. Mehrfach mussten beide Teams empfindliche Raumverluste durch eigenes Unvermögen oder übertriebene Härte hinnehmen. Die Schiedsrichter waren nicht zu beneiden.

Etwa sechs Minuten vor Spielende schaffte es die Winterthurer Defense mittels Interception durch Nicolas Fürer den Ball zurück zu erobern. Dieser Einsatz legte den Grundstein für Davide De Lucias dritten Touchdown des Spiels; mit dem Extrapunkt führten die Warriors nun mit 21:14. Lausanne aber gab nicht auf. Ihr Quarterback führte die Mannschaft erfolgreich über das Feld zum Ausgleich nach Touchdowns. Anstelle des sichereren Extrapunkts entschied sich Lausanne aber für den Versuch einer 2-Point-Conversion. Man suchte die Führung und den Sieg - scheiterte aber an der momentan stärksten Verteidigung der Liga. Eine Chance blieb Lausanne noch, als sie nach einem Onside-Kick beim neuen Kickoff wieder in Ballbesitz gelangten. Mit den verbliebenen Sekunden auf der Uhr blieben nur noch Passspielzüge um eine erneute Wende zu Gunsten von Lausanne zu erzwingen. Aber die Winterthurer Passverteidiger erledigten ihre Aufgabe sehr gut, fingen den verzweifelten Versuch der Lausanner ab und holten sich den Ball zurück. Die letzten Sekunden verharrten die Warriors in der Siegesformation und liessen die Uhr auslaufen.

Die Teams hätten auch mit einem Unentschieden zufrieden sein müssen. Beide Coaches hatten schwierige Entscheidungen zu treffen, beide wählten sie die riskantere Variante, für einmal wurden die Warriors dafür belohnt. Nach drei von zehn Spielen stehen sie mit zwei Siegen und einer Niederlage auf Platz 3 der Rangliste. Das nächste Spiel bestreiten die Winterthurer zu Hause am 1. Mai gegen die Basel Gladiators. Im Hinspiel mussten sie mit einer knappen 14:20 Niederlage den Heimweg aus Basel antreten. Diesen Rückstand sollte man wettmachen können. Insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Punktgleichheit wäre es wichtig, mit mindestens sieben Punkten Unterschied gewinnen zu können

Wittig - 19.04.2016

Im Mai 2011 konnte sich #98 DL Salvatore Frisullo sogar in die Scorerliste eintragen.

Im Mai 2011 konnte sich #98 DL Salvatore Frisullo sogar in die Scorerliste eintragen. (© Warriors/Malherbe)

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