Luzern wacht zu spät auf

Die Defensive von Luzern kam erst in Fahrt als der Gegner schon enteilt war.Bei strahlendem Sonnenschein stand am Sonntag das erste Heimspiel in der Meisterschaft 2016 für die Luzern Lions auf dem Programm. Auf der Allmend trafen die Gastgbeber vor gut 500 Zuschauern auf die Geneva Seahaks und unterlagen mit 14:20 (0:13). Nach einem miserablen Start ins Spiel und einem 0:20 Rückstand konnten die Lions sich stetig verbessern und aufholen. Zum Schluss ging ihnen dann die Zeit aus.

Die Luzerner starteten mit einem Kickoff in das Spiel, wodurch die Geneva Seahawks zuerst in Ballbesitz kamen. Gleich mit dem ersten Play, einem langen Pass, kamen sie auch sogleich zum ersten Touchdown. Durch diesen schlechten Start mussten die Lions bereits nach wenigen Sekunden einem Rückstand hinterherlaufen. Diesen Schock noch nicht ganz verdaut, kam bereits die Offense aufs Spielfeld und war sichtlich noch nicht auf Betriebstemperatur. Dennoch schafften sie es mit stetigem Raumgewinn sich der gegnerischen Endzone zu nähern. Jedoch schafften sie es in der Red Zone – die letzten 20 Yards vor der Endzone – nicht, den Ball auch noch das letzte Stück über die Goal Line zum Ausgleich zu tragen. Genf kam nahe der eigenen Endzone nach einer Turnover on downs in Ballbesitz. Diese Feldposition versuchten die Lions mit hohem Druck auf den Quarterback auszunutzen. Tatsächlich konnten die Defense einen Ballverlust (Fumble) provozieren und diesen in die Endzone zum vermeintlichen Ausgleich tragen. Zum Leidwesen des Heimteams hatten aber die Schiedsrichter den Spielzug mit einem sogenannten "inadvertent whistle" unbeabsichtigt bereits abgepfiffen. Das war sicherlich unglücklich, kann aber vorkommen . Die Luzerner Defense ließ sich davon jedoch nicht verunsichern und machte in der Folge weiter Druck, dennoch gelang es den Genfern, den Ball immer weiter nach vorne zu tragen, ohne jedoch einen weiteren Touchdown zu erzielen. Die Luzerner Offense schaffte es allerdings auch nicht, die ersten Punkte für ihr Team auf das Scoreboard zu bringen. Gegen Ende des zweiten Quarter gelang den Genfern dann wiederum ein Big Play. Ihr starker französischer Running Back durchbrach vier Tackles und trug den Ball etwa 40 Yards bis in die Endzone. Somit stand es zur Halbzeitpause 0:13 für die Gäste aus der Rhonestadt.

In der zweiten Halbzeit machte sich dann die Lions Offensive auf, den Spielstand zu verkürzen. Dies sah auch nicht schlecht aus und man näherte sich wiederum mit mehreren Spielzügen der Gegnerischen Endzone bevor die Genfer es erneut schafften, die Lions zu stoppen. Wie die Luzerner davor, gelang es auch den Genfern, den Ball sukzessive übers Feld zu tragen und schlussendlich mit einem Screen-Pass auf den Running Back und dem anschliessenden Run in die Endzone die Führung auf 20:0 auszubauen. Mit dem Rücken zur Wand schaffte es auch die Offense der Luzerner, sich zu steigern und kam durch einen starken Run von Tobias Schmiedeknecht zum ersten Touchdown. Davon beflügelt, trat auch die Defense nochmals stärker auf und konnte einen von Tobias Schmiedeknecht geforcten Fumble durch Marco Brühlmann recovern und der eigenen Offense wiederum die Möglichkeit zum Punkten geben. Dies nutzen sie auch aus indem sie mit Lauf- und Passspielzügen stetigen Raumgewinn erzielten. Zum Touchdown führte dann ein Run von oder Jeff Souder, welcher auch die Two-Point Conversion verwandelte. Der anschliessende Onside-Kick geriet leider ins Seitenaus, wodurch die Genfer zwei Minuten vor Schluss wiederum in Ballbesitz gelangten. Die Luzerner Defense zeigte sich nochmals stark, indem sie die Genfer mehrfach nach hinten drängten, wodurch die Sehawks im dritten Versuch dann knapp 17 Yards überwinden mussten. Der Import-Quarterback der Genfer versuchte, den langen Pass auf seine vier in die Tiefe gestarteten Receiver zu bringen, welche allerdings sehr gut gedeckt waren. Dies schaffte ihm aber genug Raum, um selber zum First-Down laufen zu können. Dieses First-Down ermöglichte den Seahawks mit den restlichen Spielzügen die Zeit ablaufen zu lassen, so dass die Lions keine Chance mehr hatten, etwas am Score zu ändern.

Wittig - 11.04.2016

Die Defensive von Luzern kam erst in Fahrt als der Gegner schon enteilt war.

Die Defensive von Luzern kam erst in Fahrt als der Gegner schon enteilt war. (© LL/Andreas Andermatt)

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