Zwei Field Goals machen den Unterschied

Touchdown durch #29 Patrick Weber (Winterthur Warriors)Im Auftaktspiel zur neuen American Football Saison 2016 unterlagen die Winterthur Warriors auswärts den Basel Gladiators mit 14:20. Das umkämpfte Spiel war geprägt von der starken Leistung der Verteidungseinheiten. Beide Offenses konnten nur je zwei Touchdowns erzielen. Die Punktedifferenz zu Gunsten der Platzherren lag in der erfolgreichen Verwandlung von zwei Field Goals. Ansonsten war kaum ein Unterschied hinsichtlich Leistung erkennbar. Die beiden amerikanischen Spieler der Warriors haben sich sehr gut eingefügt, jedoch besteht noch Potenzial in der Abstimmung, insbesondere in der Offense.

Den ersten Drive des Spiels schlossen die Basler mit einem Punt ab. Die Warriors gelangten mit wenigen Spielzügen, darunter einem Sololauf vom Quarterback Evan Pittenger, sehr rasch in die gegnerische Red Zone. Nach einem Turnover on downs an der Basler 17-Yard Linie konnten die Gastgeber die Defense der Warriors überlisten und den ersten Touchdown des Spiels markieren. Die Warriors liessen sich nicht beirren und erreichten rasch wieder die gegnerische Hälfte - jedoch warf QB Pittenger eine Interception, worauf die Gastgeber an der eigenen 20-Yard Linie starten konnten. Sie kämpften sich über mehrere Stationen bis knapp vor die Winterthurer Endzone vor und entschieden sich für ein Field Goal zum 10:0.

Offensichtlich fühlte sich die Schiedsrichter-Crew (oder die Heimmannschaft) von den zahlreich mitgereisten und stimmstarken Fans aus Winterthur gestört - anders kann nicht erklärt werden, weshalb man einen Teil der Warriors-Anhänger rund 10 Meter weiter weg vom Feld schickte. Diese merkwürdige Massnahme sorgte für viel Schmunzeln auf den Rängen und motivierte die Fans zusätzlich. Die Nervosität auf Seiten der Basler dürfte sich weiter gesteigert haben, als sich Beat Wyss in seiner typischen Art durch die Verteidigungslinie tankte und den Anschlusstouchdown zum 7:10 aus Winterthurer Sicht markieren konnte. Basel konnte mit einem zweiten Touchdown kurz nach Beginn des zweiten Viertels den bisherigen Vorsprung wieder herstellen. Es war dann Patrik Weber, der für die Warriors auf 14:17 verkürzen konnte, ehe die Basler mit dem zweiten Field Goal zum Halbzeitresultat von 14:20 nachlegten.

Die zweite Halbzeit war eine spannende Abwehrschlacht, von Langeweile keine Spur. Spektakuläre Tackles, gute Runs der beiden Quarterbacks und einige gelbe Flaggen wechselten sich ab. Dazwischen leisteten sich beide Mannschaften aber auch Fumbles, Interceptions und andere ärgerliche Fehler. Offensichtlich lief noch nicht alles so wie man sich das vorgestellt hat. Die letzten Minuten waren geprägt vom (legalen) Zeitspiel der Basler. So kamen die Warriors erst knapp 50 Sekunden vor Schluss noch einmal in Ballbesitz. Quarterback Pittenger versuchte mit weiten Pässen einen Receiver in der Endzone zu erreichen, was aber durch die gute Basler Passverteidigung verunmöglicht wurde.

Der Basler Sieg war nicht zwingend, den Unterschied machten die beiden Field Goals, mehr nicht. Die knappe Niederlage ist für das hoch motivierte Winterthurer Team zwar ärgerlich, jedoch zeigt sich, dass das gesunde Selbstvertrauen der Warriors berechtigt war. Am nächsten Sonntag folgt das mit Spannung erwartete innerkantonale Derby gegen die Zürich Renegades. Auch die Zürcher haben sich einen Fehlstart in die neue Saison geleistet, mussten sie doch beim Aufsteiger in Lausanne eine Kanterniederlage hinnehmen. Um 14 Uhr ist Kickoff auf dem Sportplatz in Zürich-Witikon.

Wittig - 05.04.2016

Touchdown durch #29 Patrick Weber (Winterthur Warriors)

Touchdown durch #29 Patrick Weber (Winterthur Warriors) (© WW/Ronny Baumann)

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