Bei den Mizzous brodelt es

Spieler der Mizzous befinden sich im Streik.Eine große Gruppe der afro-amerikanische Footballspieler von Missouri befindet sich im Streik und ist als eine Reaktion auf die steigende Anzahl von rassistischen Äußerungen auf dem Campus der Universität zu verstehen. Der Streik soll solange fortgesetzt werden, bis der Präsident der Universität, Tim Wolfe zurück getreten ist.

Wolfe ist in den letzten Wochen unter verbalen Beschuss geraten, weil er nach Meinung der afro-amerikanischen Studenten nichts gegen die angeblich rassistisch motivierten Aktionen unternehme. Insgesamt 32 Spieler haben sich dem Protest angeschlossen, darunter auch der starting Running Back Russell Hansbrough.

"Die schwarzen Athleten des Missouri Footballteams glauben daran, dass die Gerechtigkeit über der Ungerechtigkeit steht. Wir werden erst wieder unsere Football Aktivitäten aufnehmen, wenn Präsident Tim Wolfe aufgibt, beziehungsweise von seinem Posten entfernt wird.“

Das Athletic Department der Universität Missouri hat daraufhin erklärt, dass man die Mitteilung zur Kenntnis genommen hat und das Department of Athletics vorschlägt, dass alle Beteiligten sich an einen Tisch setzen sollen und dass man die Studenten in ihrem Anliegen, für Rassengerechtigkeit zu sorgen, auch unterstützen würde.“

Auf dem Campus von Missouri köcheln seit September Rassenunruhen. So wurde der Präsident der Studentenvereinigung, Payton Head, mehrmals während diverser Spaziergänge beleidigt worden. Studenten protestierten in der letzten Woche gegen diese Störungen und vor allem gegen die Untätigkeit der Universitätsleitung. Im Oktober beleidigte ein Student Mitglieder der „Legion of Black Collegians“ und benutzte das „N-Wort“. Ende Oktober geriet die Situation ganz außer Kontrolle, als in einer neu gebauten Studentenunterkunft jemand mit seinem eigenen Kot ein Hakenkreuz an eine Badezimmerwand schmierte.

Die Universität spielte diese Vorkommnisse stets herunter und Präsident Wolfe traf sich erstmals letzten Freitag mit Studentenvertretern und am folgenden Montag trat der Student Jonathan Butler in den Hungerstreik, um gegen das angebliche Nichtstun von Wolfe zu protestieren. Eine Petition für die Absetzung von Wolfe brachte mittlerweile 2000 Unterschriften ein. Seit diesem Wochenende haben sich Teile des Footballteams diesem Protest angeschlossen. Alleine 42 der 64 Sportler sind afro-amerikanischer Herkunft und die Stadt Ferguson, in der der 18-jährige Michael Brown im August 2014 von einem Polizisten erschossen wurde und daraufhin Rassenunruhen aufflammten, ist nur zwei Autostunden vom Campus in Columbia entfernt.

Schlüter - 08.11.2015

Spieler der Mizzous befinden sich im Streik.

Spieler der Mizzous befinden sich im Streik. (© "Legion of Black Collegians")

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