Österreichs U19 schlägt enttäuschende Dänen

MVP Sandro Platzgummer nimmt die Glückwünsche von Luxemburgs Präsident Marc Watry entgegen.Österreich ist der erste Finalist der Sparkasse Junioren Europameisterschaft American Football. In Dresden besiegte der Titelverteidiger im ersten Halbfinale das Team aus Dänemark mit 41:6 (21:0, 14:0, 6:0, 0:6). Für Team Austria geht es damit zum dritten Mal in Folge ins Finale einer Junioren-Europameisterschaft, nach den Titeln von 2011 und 2013 können die Rot-Weiß-Roten am 27. Juni ab 17 Uhr im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion den Titel-Hattrick anpeilen. Dänemark spielt am selben Tag ab 14 Uhr um Platz drei.

Die Auftaktpartie der Sparkasse Junioren Europameisterschaft American Football war dabei recht früh entschieden. Vor allem Österreichs Running Back Sandro Platzgummer, der zudem auch als Punt Returner eine starke Leistung zeigte, drückte der Partie zu Beginn den Stempel auf. Ehe das dänische Team erstmals die Mittellinie überqueren konnte, hatten die Österreicher ihre ersten beiden Angriffsserien jeweils bereits in der Hälfte Dänemarks beginnen können und mit zwei Touchdown-Läufen durch Platzgummer beendet.

Dabei waren die Österreicher den Dänen nicht nur körperlich, sondern auch mental absolut überlegen. Ob beim Fangen, Werfen, Tackeln, Blocken - in allen Belangen war dies aber nicht nur der Stärke des österreichichen Teams geschuldet, sondern einer angesichts der Erwartungen an die Dänen auch wenig inspirierenden Vorstellung der dänischen U19-Elite-Auswahl. Dutzende dänische Flaggen hatten die mitgereisten Fans und Eltern im Rund des Stadions aufgehängt, aber praktisch mit den ersten Spielzügen war jegliche Euphorie verflogen. Das ging schon mit Platzgummers erstem „Statement“ bei einem Punt Return los, als er den ersten dänischen potenziellen Tackler einfach „nebenbei“ zu Boden streckte, ehe er den Rest des dänischen Teams locker umkurvte.

Im ersten Viertel konnte Platzgummer auf dem Feld machen, was er wollte, die Dänen streckten praktisch schon die Waffen, wenn er nur in die Nähe des Balles kam. Der Respekt war begründet, selbst schienen die Dänen gedanklich noch gar nicht so recht auf dem Feld angekommen zu sein. Jede Aktion dauerte den Tick zu lange für ein Spiel auf höchstem europäischen Junioren-Niveau. Wobei man so noch nicht einmal weiß, ob die Österreicher 10 Prozent oder 90 Prozent ihres Potenzials abriefen. Auch die Offensive Line der Dänen konnte ihren Quarterback selten für mehr als zwei Sekunden schützen, mehr als einmal war er auf der Flucht zur Seite, um dann verzweifelt und meist vergeblich eine fangbereite Anspielstation zu finden.

Immerhin: Nach einer Strafe und einem einzelnen Big Play klopfte man doch noch an der Red Zone der Österreicher an. Wahrscheinlich hätte auch hier das 7:14 nicht wirklich die Partie gewendet, aber vielleicht doch für die zunächst 250 Zuschauer (später wurden es in Erwartung des Deutschland-Spieles am Abend immer mehr) etwas interessanter gemacht. Aber ausgerechnet als die Dänen erstmals in die Hälfte der Österreicher vordringen konnten, verloren sie den Ball durch einen Fumble. Erschreckend, dass es ein Fumble der vermeidbaren Art war, zumindest hätten die Dänen den Ball eigentlich wieder sichern können und müssen – nur dauerte es auch hier wieder eine lange, lange Sekunde, ehe der erste Däne begriff, dass der Ball frei war und nicht ein ungültiger Pass vorlag.

Da war Österreichs Martin Schild längst unterwegs Richtung der dänischen Endzone. Er trug das Leder direkt über 59 Yards zum 21:0 zurück. Bis zur Halbzeit erhöhte Team Austria durch zwei weitere Touchdown-Läufe von Anton Wegan noch auf 35:0, beim zweiten Mal mit dem längsten Laufspielzug der Begegnung über 47 Yards. Im dritten Viertel schließlich kontrollierten die Österreicher durch eine lange Angriffsserie vor allem die Spielzeit, am Schluss aber beendeten sie auch diese Serie noch einmal mit einem Big Play, dem 57-Yard-Touchdown-Pass durch Quarterback Bernhard Seikovits auf Fabian Abfalter zum 41:0. Kurz vor Schluss durften die engagierten Dänen aber ebenfalls einen eigenen Touchdown bejubeln: Im letzten Spielzug der Begegnung lief Marcus Bennett zum Abschluss einer Angriffsserie, die tief in der eigenen Hälfte begonnen hatte, über vier Yards zum 6:41 in die österreichische Endzone.

Auerbach - 25.06.2015

MVP Sandro Platzgummer nimmt die Glückwünsche von Luxemburgs Präsident Marc Watry entgegen.

MVP Sandro Platzgummer nimmt die Glückwünsche von Luxemburgs Präsident Marc Watry entgegen. (© CS-Sportfoto)

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