Die Renaissance macht es möglich

Calcio ähnelt American Football viel mehr als Fußball. Die Zeit der Renaissance war nicht nur die Epoche des großen europäischen Aufbruchs und das Zeitalter riesiger Fortschritte in punkto Medizin und Technik, sondern auch das Wiederbesinnen auf die Antike.

Als reiches Zentrum des Handels und der bildenden Künste galt Florenz, dass nicht nur im 15. und 16. Jahrhundert von der Familie Medici beherrscht wurde. Absoluter Reichtum und Kunst zogen sich magisch an und es mag nicht verwundern, dass Leonarco da Vinci seine Jugend in Florenz verbrachte und Michelangelo, beziehungsweise Galileo Galilei in den Palästen der Medici ein und aus gingen.

Auf dem sportlichen Sektor zeichnete sich vor allem Piero Medici aus, der als Experte des „Calcio“ galt, welches wiederum nichts anderes als das griechisch – römische Harpastum war. Calcio galt als die große Leidenschaft von Piero Medici und er tat sich als Spieler, Trainer und auch als Organisator großer Turniere auf dem Marktplatz so stark hervor, dass er zeitweise sogar vergaß, seinen Staatsgeschäften nachzugehen. Gespielt wird und wurde auf Sand und auf dem zugefrorenen Fluß Arno, da der Wettkampf zwischen vier Stadtteil-Mannschaften alle Wirrungen der Geschichte überlebt hat. Das Spielfeld ist ein etwa 60 mal 30 Meter großer umzäunter Sandplatz, an dessen zwei Grundlinien Tore stehen. Wie auch in der Antike ist das Kicken des Balls genauso erlaubt, wie das Werfen und Tragen des Spielgerätes. Ansonsten ist das rohe Spiel von anderen Regeln befreit. Verboten sind nur Tritte gegen den Kopf und Angriffe von hinten und es dürfen nur Zweikämpfe „Mann gegen Mann“ veranstaltet werden.

Calcio wurde sogar im Vatikan hoffähig, als die Medici Päpste stellten und Florenz vergaß sogar die Belagerung der kaiserlichen Truppen Karls V., als sie sich am 17. Februar 1530 dem Calcio auf dem Marktplatz widmete und das Geschützdonner um sich herum vergaß, beziehungsweise als der moralische Sieger aus dem aufgezwungenen Konflikt hervorging. Florentiner verstehen bis heute trotz aller Hektik des Alltages den Tag zu nutzen und sich dem Angenehmen zu widmen, während sich die germanischen Stämme nördlich der Alpen lieber mit den Zivilisationskrankheiten der Postmoderne herumplagen.

Die Spielidee hat wenig mit Fußball, Rugby, Handball, Baseball oder Lacrosse zu tun und zeigt in der praktischen Ausübung eine klare verwandtschaftliche Linie mit American Football. Das historische Indiz ist ebenfalls klar zu erkennen. Nicht Fußball oder Rugby sind die Mütter der Sportart American Football, sondern auch in der Zeitlinie hat sich zuerst Harpaston / Harpastum / Calcio entwickelt und später im 19. Jahrhundert spalteten sich die heutigen bekannten Mannschaftsballsportarten von der Grundlinie ab. Die verwandschaftliche Beziehung American Football zu Rugby und Fußball ist daher keine Mutter-Vater-Sohn Beziehung, sondern entspricht vielmehr einer geschwisterlichen Entwicklung, dessen Hauptlinie sich direkt vom Harpaston zum American Football entwickelte. Ob Fußball sich rund 40 Jahre früher seine typischen Regeln in England durch die Football Association gab, mag in diesem Fall nicht relevant sein.

Schlüter - 25.03.2014

Calcio ähnelt American Football viel mehr als Fußball.

Calcio ähnelt American Football viel mehr als Fußball. (© calcio storico fiorentiono, Florenz, IT)

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